Acker-Kohldistel

Acker-Kohldistel
(Cirsium oleraceum)

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Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Carduoideae
Tribus: Cynareae
Gattung: Kratzdisteln (Cirsium)
Art: Acker-Kohldistel
Wissenschaftlicher Name
Cirsium oleraceum
(L.) Scop.

Die Acker-Kohldistel (Cirsium oleraceum), ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kratzdisteln (Cirsium) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

staudeWuchs: Ausdauernde Wildpflanze mit aufrechtem, wenig verzweigtem Stängel und fiederspaltigen Blättern mit gezähnten Zipfeln.

vorkommenVorkommen: nasse Wiesen, Flachmoore, Bachufer, Auwälder; liebt grundwasserfeuchten, nährstoffreichen Lehmboden.

Blüten: in Körbchen, endständig, von weichstacheligen Hochblättern umgeben. Nur Röhrenblüten, gelblich weiß.

Bildergalerie

 

Pollenfarbe

Pollen

Nektar

Blütezeit und Pollenwert Blütezeit und Trachtwert
März April Mai Juni Juli Aug. Sep. März April Mai Juni Juli Aug. Sep.
3 3 3 3 3 3 3 2 2 2 2 2 2 2

(Legende: 4 = sehr gut • 3 = gut • 2 = mittel • 1 = gering • 0 = nichts)

 

Zitate aus „Das Trachtpflanzenbuch“, Maurizio/Grafl, Ehrenwirth Verlag:

 

Die einander sehr ähnlichen, artenreichen Gattungen lassen sich dadurch unterscheiden, daß die Cirsium-Arten fedrige, die Car­duus- Arten dagegen einfache Kelchhaare haben. Beide sind in Europa, Nord­afrika und Asien beheimatet; die Distel hat ihr Hauptverbreitungsgebiet um das Mittelmeer, die viel unterschiedlicher gestaltete Kratzdistel hat auch Vertreter in Nord- und Mittelamerika. Bezeichnend für beide Gattungen sind die dornig gezähnten, wechselständigen Laubblätter. Beide enthalten einige schwer zu be­kämpfende Unkräuter, deren Verbreitung nicht nur durch die reichlich gebilde­ten, gut flugfähigen Früchte erfolgt, sondern auch durch Ausläufer der Wurzel­stöcke…

…Die Acker-Kohldistel, Cirsium oleraceum (l.) Scop., ist ebenfalls ausdauernd, mit ei­nem schiefliegenden, knotigen Wurzelstock, der jährlich neue Seitensprosse treibt, während die alten absterben. Ihr Laub ist im Gegensatz zu anderen Arten weich, bzw. sticht nicht. Es wird vom Vieh gefressen und hat einst in Osteuropa und Sibirien auch zur menschlichen Ernährung gedient. Die Acker-Kohldistel kommt besonders auf feuchten Wiesen und an Waldrändern vor…

…Die Blüten der Distel- und Kratzdistelarten sind sehr ähnlich gebaut und kön­nen deshalb hier am Beispiel der Acker-Kohldistel beschrieben werden.

Die walzenförmigen, ausschließlich aus Röhrenblüten bestehenden Blüten­köpfe der Acker-Kohldistel stehen gehäuft und werden von fahlgrünen Hochblättern umhüllt. Die grünlich-gelben Kronröhren sind etwa 15 mm lang; bei der Acker­-Kratzdistel, Cirsium arvense, sind sie purpurfarben und 8-10 mm lang. Die Staubblät­ter sind mit den Staubbeuteln zu einer Röhre verwachsen, in deren Mitte der Griffel steht. Die beiden Griffeläste sind von feinen, im unteren Teil einen Ring bildenden Stachelchen bedeckt; einen deutlichen Ring von Fegehaaren trägt der Griffel der Carduus-Arten. Das Nektarium liegt bei den vertretern beider Gattungen als Diskus über dem unterständigen Fruchtknoten, zwischen der Kron-Staubblattröhre und dem Griffel. Es wird durch zahlreiche Siebröhrenstränge versorgt…

Literatur:

A Colour Guide to Pollen Loads of the Honey Bee; William Kirk. (Pollenfarben)
Bienenweide; Günter Pritsch.
Was blüht denn da; Kosmos Verlag
Die Flora Deutschlands und der angrenzenden Länder; SchmeilFitschen
Pflanzensoziologische Exkursionsflora: Für Deutschland und angrenzende Gebiete.
Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder