Drüsiges Springkraut

Drüsiges Springkraut
(Impatiens glandulifera)

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Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Balsaminengewächse (Balsaminaceae)
Gattung: Springkräuter (Impatiens)
Art: Drüsiges Springkraut
Wissenschaftlicher Name
Impatiens glandulifera
Royle

Das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera), meist Indisches Springkraut oder Himalaya-Balsamine, auch Bauernorchidee genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Balsaminengewächse (Balsaminaceae).

einjaehrig

Wuchs: Das Drüsige Springkraut ist eine einjährige Pflanze (ein Therophyt), die in kürzester Zeit Wuchshöhen von über 2 Meter erreichen. Es benötigt für sein schnelles Wachstum eine ausreichende Wasserversorgung.

vorkommen

Vorkommen: Östliches Indien, Himalaya Kashmir – Nepal. die Verbreitung dieser Pflanzenart reicht heute vom Indischen Subkontinent und Himalaya über Europa bis Nordamerika.

2s_sym_rotBlüten: Die Blüten sind vormännliche Rachenblumen. Sie werden meist durch Honigbienen, seltener durch Hummeln bestäubt. Der im Sporn verborgene Nektar ist mit einem Zuckergehalt von 48 % durchschnittlich süß, wird aber reichlich produziert.

 

VerwendungVerwendung: In ihrem Ursprungsgebiet wird das drüsige Springkraut zum Färben der Nägel und der Haut benutzt. Die Samen sind essbar und werden zur Gewinnung von Speise- und Brennöl verwendet. Außerdem wird die Pflanze in der Heilkunde genannt. Heilende Wirkstoffe sind bis jetzt jedoch nicht nachgewiesen. Die Pflanze wird auch heute teilweise noch als Gartenpflanze verwendet. Bis in die 80er Jahre wurde die Pflanze als Bienenfutterpflanze ausgebracht. Der Nektar wird wegen der späten Blütezeit jedoch nicht zum Schleudern von Honig verwendet, sondern den Bienenvölkern zur Vorbereitung auf den Winter überlassen.

wissenswertes

Wissenswertes: I. glandulifera wurde 1834 erstmals von ROYLE nach Exemplaren aus Kashmir abgebildet und 1835 beschrieben. 1839 wurden die ersten Samen nach England eingeführt, von wo die Art bald als Zierpflanze in viele europäischen Gärten gelangte. Mitte des 20. Jahrhunderts fand die Art auch als Bienenfutterpflanze Verwendung (HEGI 1965). Durch Ansalbungen von Imkern und über Gartenabfälle verwilderte die Art. In der Ursprungsregion im westlichen Himalaja kommt die Art an Bachufern in 1800 – 3000 m über NN vor.
Seit den 50er Jahren gilt I. glandulifera örtlich als eingebürgert. Die Art kommt vor allem in Weiden-Auenwäldern, im Auengebüsch, an Ufern, auf feuchten oder nassen, nährstoffreichen, mehr oder weniger milden, humosen, sandigen oder reinen Lehm- und Tonböden, in luftfeuchter Standortslage vor.

Bildergalerie

Pollenfarbe


 

Pollen

Nektar

Blütezeit und Pollenwert Blütezeit und Trachtwert
März April Mai Juni Juli Aug. Sep. März April Mai Juni Juli Aug. Sep.
 2  2  2 2  2  2  3  3  3  3  3  3

(Legende: 4 = sehr gut • 3 = gut • 2 = mittel • 1 = gering • 0 = nichts)

Literatur:

A Colour Guide to Pollen Loads of the Honey Bee; William Kirk. (Pollenfarben)
Bienenweide; Günter Pritsch.
Was blüht denn da; Kosmos Verlag
Die Flora Deutschlands und der angrenzenden Länder; Schmeil-Fitschen
Pflanzensoziologische Exkursionsflora: Für Deutschland und angrenzende Gebiete.
Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder