Gewöhnlicher Wasserdost

Gewöhnlicher Wasserdost
(Eupatorium cannabinum)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Eupatorieae
Gattung: Wasserdost (Eupatorium)
Art: Gewöhnlicher Wasserdost
Wissenschaftlicher Name
Eupatorium cannabinum
L.

Der Gewöhnliche Wasserdost oder Kunigundenkraut (Eupatorium cannabinum) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Andere Namen sind Wasserhanf (daher der lateinische Name, aber keine Verwandtschaft), Routlafekraut, Hirschklee, Blauwetterkühl, Grundheil, Brand-Chrut, Lämmerschwanz.

staudeWuchs: Ausdauernde Wild- und Heilpflanze mit aufrechtem, in der oberen Hälfte verzweigtem Stängel und meist dreiteilig handförmigen, gezähnten Blättern. Wuchshöhen von 70 bis 150 cm.

 

vorkommenVorkommen: Lichte Laubwälder, Kahlschläge, Ufer, liebt feuchten nährstoff- und kalkhaltigen Boden.

 

mehr5weissBlüten: Am Ende des Stängels in wenigblütigen Körbchen, die in Trugdolden zusammenstehen. Nur Röhrenblüten, hell- bis dunkelrosa. Der Frucht-Pappus besteht aus vielen Haaren und ist 3 bis 5 Millimeter lang. Die Achänen sind 2 bis 3 Millimeter lang.

 

heilpflanzeVerwendung als Heilpflanze:
Die frischen oberirdischen Teile blühender Pflanzen.
Wirkstoffe:
Sesquiterpenlactone wie Eupatoriopikrin, Polysaccharide (Heteroxylane), Flavono­ide, Gerbstoffe, ätherisches Öl, toxische Pyrrolizidin-Alkaloide.

giftigAnwendung: Wasserhanf wurde in der Volks­heilkunde lange als harntreibendes, abführendes und die Gallenabsonderung anregendes Mittel genutzt. Da die Droge leberschädigende und Krebs auslösende Pyrrolizidin-Alkaloide enthält, darf keine Anwendung in höherer Dosierung erfolgen, wie sie im Teeauszug vorliegen würde. Für die Polysaccharide konnten immunstimulie­rende Aktivitäten nachgewiesen werden. Auch homöopathische Präparate nutzen wohl diese Eigenschaft bei grippeähnlichen, fieberhaften Infekten. Überwiegend werden diese Zubereitun­gen heute aus der nordamerikanischen Art E. perfoHatum L. hergestellt, die auch im HAB auf­geführt ist. Sie enthält ähnliche Inhaltsstoffe, aber keine Pyrrolizidin-Alkaloide. Wasserdost-Arten könnten durch den Gehalt an Sesquiterpenlactonen bei Hautkontakt allergische Reaktio­nen hervorrufen.

samenSamen: Ab Mitte September können die Samen für Nendo Dango’s gesammelt werden.

 

 

Bildergalerie

Pollenfarbe

 

Pollen

Nektar

Blütezeit und Pollenwert Blütezeit und Trachtwert
März April Mai Juni Juli Aug. Sep. März April Mai Juni Juli Aug. Sep.
 2  2  2 2  2  2  3  3  3  3  3  3

(Legende: 4 = sehr gut • 3 = gut • 2 = mittel • 1 = gering • 0 = nichts)

Literatur:

A Colour Guide to Pollen Loads of the Honey Bee; William Kirk. (Pollenfarben)
Bienenweide; Günter Pritsch.
Was blüht denn da; Kosmos Verlag
Die Flora Deutschlands und der angrenzenden Länder; Schmeil-Fitschen
Pflanzensoziologische Exkursionsflora: Für Deutschland und angrenzende Gebiete.
Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder