Norwegische Ahornblattlaus

Modell einer roten Gartenameise (myrmica rubra laevinodis) und einer Ahornblattlaus (periphyllus aceris), 1947 angefertigt von Alfred Keller.
Foto ©: https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Anagoria

Norwegische Ahornblattlaus Chaetophorella aceris auf Spitzahorn und Feldahorn gilt, daß die 3. Generation (F2), seltener auch die 2. (F1) teilweise aus Geflügelten besteht. Im Herbst entstehen die Ge­schlechtstiere, Weibchen, die von den geflügelten Männchen begattet werden müssen. Die Wintereier werden in Rindenritzen abgelegt. Im Sommer (Ende Mai bis Juli) können durch Überschneidung mehrerer Generationen ungeheuere Massenvermehrungen entstehen, die starken Kolonien bilden sich auf der Unter­seite der Blätter vor allem an deren Basis. Die dabei entstehenden großen Honigtaumengen sind heute auch den unter Ahornalleebäumen parkenden Kraftfahrern als klebriger Belag der Autodächer wohlbekannt. Der auf unter den Kolonien befindliche Blätter abgespritzte Honigtau wird hier von den Bienen aufgenommen. Bei höherer Temperatur und geringer Luft­feuchtigkeit wird er nachmittags rasch zähflüssig, kann dann nur in den Mor­genstunden eingetragen werden. Die in Europa und Nordamerika weitver­breitete Art ist in ihrer Grundfärbung gelblich, und hat dann eine dunkle leierförmige Zeichnung auf dem Rücken des Hinterleibes sowie eine breite dunkle Pigmentierung auf der Oberseite der Brust (Abb. 5), es gibt auch dunkelbraune Tiere mit verdeckter Rückenzeichnung.