Sinn und Zweck.

Sinn und Zweck dieser Enzyklopädie ist es auf die Wichtigkeit einer ordentlichen Pollenversorgung unserer Bienen hinzuweisen. Gemeint sind damit „alle Bienen“ der Ordnung Apidae.
Die Erfahrungen der Mitglieder unseres Netzwerkes, aus dem gesamten deutschsprachigen europäischen Raum, zeigen immer mehr auf, dass durch die globalen Pestizidbelastungen der intensiv geführten Landwirtschaft, alle blütenbesuchenden Insekten dramatisch gefährdet sind.

Bei den aufklärenden Informationen um das sogenannte Bienensterben wird immer wieder versucht auf die Gefährdung der Honigbienen durch die Varroamilbe umzuleiten. Die Varroamilben sind aber tatsächlich nicht das ursächliche Problem. Die weltweite Imkernschaft beschäftigt sich schon seit über 35 Jahren mit diesem Problem und hat diese Problematik durchaus im Griff. Bisher gibt es leider noch kein Allheilmittel gegen diese Milbenart, aber sie ist auch nicht die tatsächliche Ursache für das Bienensterben. Das Massensterben ganzer Bienenkollonien (Colony Collapse Disorder) wurde erst innerhalb der letzten 15 Jahren zu einem weltweiten Problem, seit bestimmte Chemikalien in der Landwirtschaft eingesetzt werden.

Mit dieser Website möchten wir Naturschützern und Bienenhaltern eine Hilfestellung geben eine ganzjährige qualitative Pollenversorgung der Bienen zu fördern. Es ist sicherlich ein weiter Weg bis unsere Empfehlungen tatsächlich greifen. Aber irgendwo muss man damit beginnen. Je mehr Menschen diese Gedanken aufgreifen und sich mit diesem Thema beschäftigen um so schneller verändert sich etwas zum positiven.
Ein adäquates Mittel dazu sind die Nendo Dango oder die sogenannten Samenbomben.

Bienen die durch Wanderungen von Imkern an Orte gebracht werden die über massenhaft vorhandene Blühpflanzen verfügen, leiden natürlich nicht an einer Pollen Unterversorgung.
Imker die keine Trachten anwandern sondern ihre Bienen an festen Standorten halten, müssen schon eher darauf achten das es zu keiner Unterversorgung kommt. In den sogenannten trachtlosen Zeiten, in denen die Bienen eventuell zur Unterstützung ihrer Existenz mit Zuckerlösungen gefüttert werden müssen, kann es zu schweren Engpässen in der Pollenversorgung kommen. Es gibt keine Möglichkeit Pollen zu verfüttern.
Ein Problem das sich nur schwer lösen lässt und auch von vielen unterschätzt wird. Man geht davon aus das ein Bienenvolk im Jahr ca. 50 kg Honig und etwa 30 kg Pollen zur reinen Eigenversorgung benötigt. Die langlebigen Winterbienen, die ab August geboren werden, benötigen ganz besonders ein ordentliches Fettpolster damit sie den Winter überstehen und die erste Brut im kommenden Frühjahr aufziehen können. Dies gelingt nur wenn sie über ausreichende Pollenvorräte verfügen, Pollen ist der einzigste Eiweiß-Lieferant.

Ein Imker sollte also sehr genau wissen was im Flugkreis seiner Bienen blüht und wie der Pollenwert der vorhanden Pflanzen zu bewerten ist.
Wir versuchen mit dieser Website bestehende Lücken zu schließen. Auf den Wert und die Farben der Pollen achten wir in den Pflanzen-Beschreibungen ganz besonders und hoffen sehr unseren Besuchern bei einer guten Versorgung ihrer Bienen behilflich zu sein.

Es hilft nicht nur den Honigbienen, sondern auch allen Hummeln und den ca. 500 Wildbienenarten die bei uns heimisch sind.